08.07.2013

Pilotprojekt in Bochum: Jugendliche sollen durch „Wegweiser“ über Salafismus aufgeklärt werden

Bochum (wh). Über Salafismus aufklären und potenziellen Aussteigern konkrete Hilfe anbieten: Das Präventionsprogramm "Wegweiser" wurde von NRW-Innenminister Ralf Jäger initiiert. Denn die Zahl der Salafisten hat sich 2012 in Nordrhein-Westfalen auf rund 1000 verdoppelt. Bochum gehört neben Bonn und Düsseldorf zu den drei ersten Städten, in denen das Landesprojekt jetzt umgesetzt wird. Es soll verhindert werden, dass Jugendliche in die salafistische Szene hineingeraten. Aber auch Familienangehörige, Freunde und Bekannte sollen Unterstützung erhalten.

Bereits vorhandene gesellschaftliche Strukturen waren ein Grund für die Auswahl Bochums. Das Programm setzt verstärkt auf Information und basiert auf einem Netzwerk von Schulen, Jugendberatungsstellen sowie Moschee-Vereinen.

Damit das Programm umgesetzt werden kann, soll es aller Voraussicht nach bei einem freien Träger angesiedelt werden. Derzeit finden dazu Sondierungsgespräche statt. Auch eine Ansprechperson werde momentan gesucht, bestätigt Thomas Sprenger, Sprecher der Stadt Bochum, auf Anfrage von "Westfalen heute". "Es muss jemand sein, der in der Lage ist, als Ansprechpartner für die Jugendlichen zu dienen", sagt Sprenger.

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