Termine für die Corona-Schutzimpfung sind begehrt. Foto: pixabay
25.01.2021

Probleme bei Impftermin-Vergabe

Zum Start der Impftermin-Vergabe für die Corona-Schutzimpfung für über 80-Jährige waren die Systeme bei den Kassenärztlichen Vereinigung in NRW dem enormen Ansturm nicht gewachsen. 

Ein hohes Anruferaufkommen bei der Hotline 116 117 und extrem hohe Zugriffszahlen auf die Webseite zur Buchung von Corona-Impfungen hätten zu erheblichen Verzögerungen geführt, teilten die beiden Kassenärztlichen Vereinigungen Westfalen-Lippe (KVWL) und Nordrhein in einer gemeinsamen Presseerklärung am Montag (25.01.2021) mit. Telefonleitungen waren besetzt, und auch über die Website war kein Durchkommen. 

Der Start für die Terminreservierung war für Montagvormittag um 8 Uhr vorgesehen. Doch schon ab kurz nach 7 Uhr in der Früh sei der Ansturm auf die Hotline und die Internetseite erfolgt, teilte ein Sprecher der KVWL dem WESTFALENSPIEGEL mit. Innerhalb kurzer Zeit haben offensichtlich mehr als 100.000 Menschen versucht, einen Termin zu reservieren. Das war für die Systeme zu viel. Einige Menschen seien sogar direkt zu den Impfzentren gefahren. Dort werden aber keine Termine vergeben.

„Jeder Impfwillige wird drankommen“

„Die Gruppe der Impfberechtigten, die ab heute und in den kommenden Wochen Termine vereinbaren kann, umfasst in Nordrhein-Westfalen rund 850.000 Menschen und ist trotz der gewaltigen Call Center-Kapazitäten mit rund 800 gleichzeitig aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Termin-Telefonie und den eigens zur Terminbuchung geschaffenen Online-Portalen so groß, dass es bei der Terminvergabe zumindest zum Start zu Engpässen kommt“, erklärten die Kassenärztlichen Vereinigungen.

Auch wenn nicht jeder durchgekommen sei, müsse niemand Angst haben, keinen Termin mehr zu erhalten, so der Sprecher weiter. es gebe ausreichend Kapazitäten. Am Nachmittag hatte sich die Situation etwas entspannt. Hotline und die Website 116.117.de waren zeitweise wieder erreichbar und Interessierte konnten auch Termine buchen.  „Jeder Impfwillige wird drankommen und muss nicht befürchten, zu spät zu kommen“, sagte Dr. Frank Bergmann für die KV Nordrhein. Die Impfstoffmengen reichten in den kommenden Wochen für etwa 70.000 Menschen pro Woche in Nordrhein-Westfalen.

Die KVWL wies auch noch einmal darauf hin, dass nur diejenigen, die auch impfberechtigt seien, eine Impfung bekommen. So werde am Tag der Impfung überprüft, ob die Patienten zur Gruppe der Über-80-Jährigen gehören. Wer den Nachweis der Impfberechtigung nicht erbringen könne, werde wieder nach Hause geschickt, so der Sprecher.

jüb/wsp

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