Provinzial ist erfolgreich
Der fusionierte Provinzial Konzern meldet ein erfolgreiches erstes Geschäftsjahr. Der öffentliche Versicherer mit Sitz in Münster hat seine Beitragseinnahmen um 1,1 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro gesteigert.
„Wir freuen uns, dass wir trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie und die Fusion einen richtig guten Start als gemeinsamer Konzern hingelegt haben“, sagte der Provinzial-Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Breuer. Im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft konnten alle Provinzial Gesellschaften wachsen. Der Konzern erreichte insgesamt eine Steigerung der Beiträge von 3,8 Prozent auf 3,82 Milliarden Euro. Dies übertreffe die Marktentwicklung deutlich, so die Provinzial.
Im Bereich der Lebensversicherungen zeigt sich eine gespaltene Entwicklung: Die Provinzial Rheinland Lebensversicherung konnte die Beitragseinnahmen steigern, die Provinzial NordWest Lebensversicherung hat hier einen Rückgang zu verzeichnen, vor allem aufgrund des unbeständigen Geschäftes mit Einmalbeiträgen. Insgesamt verringerten sich die Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung um 2,7 Prozent auf 2,55 Milliarden Euro.
„Stabiles und gutes Ergebnis“
Im vergangenen Geschäftsjahr führten vor allem die Februarstürme „Sabine“ und „Victoria“ zu einem leichten Anstieg in den Schadenaufwendungen der Provinzial. Die Combined Ratio, also die Schaden-Kosten-Quote, werde voraussichtlich aber mit 84 Prozent unter dem Branchenschnitt von 89 Prozent liegen, so Vorstandschef Breuer: „Wir werden ein stabiles und gutes Ergebnis zeigen, auch trotz der außerordentlichen Belastungen durch die Fusionsaufwendungen.“
Der Provinzial-Chef kündigt weitere Investitionen in die Digitalisierung an. Die Verankerung vor Ort und die Kundenbetreuung durch die Vertriebspartner vor Ort spiele dabei eine herausragende Rolle. „Unser Herz schlägt regional, das wird auf jeden Fall so bleiben, das ist unsere unnachahmliche Stärke“, so Breuer.
wsp