Wolfgang Heimbach, Vornehme Gesellschaft, 1636-37, Kunsthalle Bremen, Der Kunstverein in Bremen, Foto: Marcus Meyer Photography
29.09.2022

Reisender Barockmaler

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur zeigt in der Ausstellung „Wolfgang Heimbach. Ein deutscher Barockmaler an europäischen Höfen“ zum ersten Mal das umfassende Werk des Künstlers.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg, das dieses Jahr bereits Werke Heimbachs präsentierte. Hier wurde Heimbachs künstlerisches Werk und Leben unter dem Schwerpunkt seiner Gehörlosigkeit betrachtet. Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster stellt hingegen Heimbach als Reisekünstler in den Fokus.

In der Schau werden die verschiedenen Stationen im Leben und Werk des taubstummen Künstlers nachgezeichnet und seine Werke mit den jeweiligen Auftraggebern an den unterschiedlichen Orten in Beziehung gesetzt. Dabei werden insbesondere die Einflüsse der unterschiedlichen Reise-Orte auf Heimbachs Kunstwerke dargestellt. Zu sehen ist eine Auswahl von 45 Gemälden aus internationalen Museen.

Prominente Auftraggeber

Heimbach zählte zu den begabtesten Künstlern des 17. Jahrhunderts, was auch die Bekanntheit seiner europäischen Auftraggeber widerspiegelt. So malte er für den österreichischen Erzherzog Leopold Wilhelm, den dänischen König Frederik III. (1653 bis 1662/63 in Kopenhagen), für Papst Innozenz X. sowie für die Medici (1640 bis 1651 in Italien). Von 1670 bis zu seinem Tod trat er in den Dienst des Fürstbischofs von Münster, Christoph Bernhard von Galen. Er selbst ist jedoch bis heute eher unbekannt geblieben.

„Wolfgang Heimbach ist ein bislang wenig bekannter Künstler des Barocks, zu Unrecht, wie die Ausstellung zeigt. Als Reisekünstler verfeinerte er seine Fähigkeiten bei jeder Station, wie z.B. in Kopenhagen oder Rom. Gerade im Umgang mit Licht und Schatten wurde Heimbach auf seiner Italienreise zu einem Meister“, so Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

Die Ausstellung ist bis zum 4.12 zu sehen. Weitere Infos finden Sie hier.

wsp

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