24.01.2017

RRX-Studie: 400.000 Pendler in Westfalen profitieren vom neuen Rhein-Ruhr-Express

Westfalen (wh). Vom geplanten Rhein-Ruhr-Express (RRX) werden rund 400.000 Pendler in Westfalen profitieren. Das gab NRW-Verkehrsminister Michael Groschek bei der Vorstellung einer Nutzenstudie bekannt.

Demnach werden in Westfalen zukünftig 22 Städte und Gemeinden mit einem RRX-Halt an die Kernachse zwischen Köln und Dortmund angebunden. Damit die neuen Züge problemlos die westfälischen Bahnhöfe anfahren können, werden in den kommenden Jahren 16 Stationen umgebaut und modernisiert. Zu den geplanten Maßnahmen gehören unter anderem eine einheitliche Erhöhung der Bahnsteige, der Bau neuer Rampen und Aufzüge sowie die Verlängerung der Bahnsteige auf mindestens 215 Meter.

"Für Westfalen bedeutet der RRX vor allem eine engere Verknüpfung der Region mit dem Ballungsraum Rhein-Ruhr. Er verbessert die Mobilität von vielen Zehntausenden Pendlern. Die Modernisierung zahlreicher Stationen und der neue WestfalenTarif werden den Regionalverkehr in Westfalen deutlich attraktiver machen", so Groschek.

Laut der Studie pendelt derzeit etwa die Hälfte aller Arbeitnehmer in Westfalen über die Grenzen des eigenen Wohnortes hinweg zur Arbeit. "Von diesen haben etwa 400.000 Pendler in den Städten und Gemeinden mit RRX-Halt im Nahverkehr Westfalen-Lippe Zugang zum RRX und können von einem besseren Nahverkehrsangebot profitieren." Eine wichtige Voraussetzung für das Gesamtkonzept des RRX ist jedoch der zweigleisige Ausbau der Strecke Münster " Lünen, für den es nach wie vor kein Grünes Licht gibt. Mit einer Entscheidung über die Finanzierung des Großprojektes wird bis Ende 2017 gerechnet.

In den Ausbau des RRX-Netzes fließen in den kommenden Jahren landesweit rund 2,65 Milliarden Euro. Hinzu kommen 800 Millionen Euro für neue Züge, von denen die ersten bereits ab Ende 2018 auf die Strecke gehen. Mit der vollständigen Inbetriebnahme aller RRX-Linien wird bis Mitte 2020 gerechnet.

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