Das alte Schiffshebewerk Henrichenburg von 1899. Foto: Kiehl
16.07.2019

Schiffshebewerk wird interaktiv

Das LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg soll zum Pionier in Sachen Ausstellungsgestaltung werden.

950.000 Euro investiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in die 25 Jahre alte Dauerausstellung im Kessel- und Maschinenhaus sowie auf dem Ausstellungsschiff „Franz Christian“, hat der Landschaftsausschuss beschlossen. Das Industriemuseum soll künftig nicht mehr nur mit Schautafeln vermitteln, wie das Hebewerk funktionierte und wie der Alltag auf einem Binnenschiff aussah, sondern filmische Inszenierungen zeigen. Die Besucher können dann Maschinen erleben, die sich bewegen, und sie können selbst Hand anlegen, um Dinge zu begreifen.

Blick ins Kessel- und Maschinenhaus des Schiffshebewerks, das einen Teil der neuen Dauerausstellung beherbergen wird. Foto: LWL/Hudemann

Blick ins Kessel- und Maschinenhaus des Schiffshebewerks, das einen Teil der neuen Dauerausstellung beherbergen wird. Foto: LWL/Hudemann

„Die Kommunikations- und Konsumgewohnheiten haben sich in den vergangen 25 Jahren stark verändert, deshalb wirkt die früher zeitgemäße Dauerausstellung heute spröde und sperrig“, sagte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. „Das Denkmal und die Schiffe faszinieren die Menschen nach wie vor, wir wollen sie ihnen künftig zeitgemäß näherbringen und ihnen so den Zugang zur Industriekultur erleichtern. Dazu wird es Mitmachstationen geben, und wir werden Verfahren wie Augmented Reality und Mapping einsetzen, bei denen reale Situationen durch virtuelle Informationsebenen ergänzt werden. So können Besucher dann zum Beispiel erleben, welche Maschinen früher im Kesselhaus gearbeitet haben.“

wsp

Lesen Sie auch im Bereich "Kultur"

Testen Sie den WESTFALENSPIEGEL!

Ihnen gefällt, was Sie hier lesen? Dann überzeugen Sie sich von unserem Magazin! Jetzt einfach kostenlos ausprobieren!