Berthold Socha hat die Entwicklung des Industriemuseums mit seiner Kamera begleitet. Foto: LWL/Hudemann
09.10.2019

Sochas Fotosammlung im Stadtmuseum Münster

Der Fotograf Berthold Socha hat dem Stadtmuseum Münster seine Sammlung geschenkt. Zehntausende Negative und Abzüge aus 50 Jahren werden dort dauerhaft verbleiben. Für das kommende Jahr ist eine Retrospektive geplant.

Bekannt ist Socha vor allem für seine Aufnahmen von Münsters „Skulptur Projekten“ seit 1977. Die Schwarz-Weiß-Dokumente, in denen sich die Kunstwerke mit Menschen und Situationen verbinden, wurden 2017 bereits in einer Ausstellung im Stadtmuseum präsentiert. Eine weitere wird im Herbst 2020 folgen. Dann nimmt eine Schau Sochas fotografisches Werk aus 50 Jahren in den Blick.

Socha, 1940 in Oberschlesien geboren, gründete 1965 in Münster die Fotogruppe Oculus, 1991 rief er die Friedrich-Hundt-Gesellschaft zur Förderung der Fotografie ins Leben, deren Vorsitzender er viele Jahre blieb. Der ehemalige Mitarbeiter des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) begleitete den Strukturwandel und die Umwandlung von Industriestandorten in Kulturstätten mit der Kamera. Der französische Fotograf Henri Cartier-Bresson und Barbara Klemm, Bildchronistin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, inspirierten Socha bei seiner Arbeit.

Fotograf Berthold Socha (Mitte) überlässt dem Stadtmuseum zehntausende Negative und Abzüge. Foto: Presseamt Stadt Münster/ Witte

Fotograf Berthold Socha (Mitte) überlässt dem Stadtmuseum zehntausende Negative und Abzüge. Foto: Presseamt Stadt Münster/ Witte

Noch bis zum 29. März 2020 sind Sochas Fotografien unter dem Titel „Fabrik. Denkmal. Forum. 40 Jahre LWL-Industriemuseum“ in verschiedenen LWL-Industriemuseen in Westfalen zu sehen.

Weitere Informationen zu den Ausstellungen finden Sie hier.

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