23.01.2012

Straßennamen: Münster bindet Bürger bei Entscheidungen zur Umbenennung ein

Münster (wh). Ob Wagenfeldweg, Agnes-Miegel-Straße oder Hindenburgplatz: In vielen Städten Westfalens wird darüber diskutiert, ob solche Straßennamen geändert werden sollen. Häufig geht es dabei um eine Nähe der Persönlichkeiten zum NS-Regime.
Mit einer Bürgerbefragung, Podiumsdiskussionen, Online-Informationen und einer Ausstellung will die Stadt Münster den Entscheidungsprozess um Umbenennungen nun transparenter gestalten. "Auf dieser Basis können der Rat und die Bezirksvertretungen am Ende so entscheiden, dass alle in dieser Stadt die Beschlüsse nachvollziehen können – einschließlich derer, die vielleicht anders entschieden hätten", begründet Oberbürgermeister Markus Lewe die Aufklärungsoffensive.
Elf Straßennamen sind in Münster strittig, eine Expertenkommission empfiehlt die Umbenennung in acht Fällen. Um über die Namenspatrone zu informieren und Hintergrundwissen rund um Straßennamen zu vermitteln, eröffnet in der Bürgerhalle des Rathauses am 26. Januar die Ausstellung "Ehre, wem Ehre gebührt?!". Die Schau läuft bis zum 16. März. Wenige Tage später, am 21. März, entscheidet der Rat der Stadt über den seit einigen Jahren diskutierten Namenswechsel des Hindenburgplatzes.

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