05.02.2014

Studie offenbart Schuldenproblematik vieler Städte in Nord-Westfalen

Westfalen (wh). Zahlreiche Kommunen im Münsterland und in der Region Emscher-Lippe befinden sich in einem wirtschaftlichen Teufelskreis. Laut einer Studie, die die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen jetzt vorgestellt hat, gefährdet die hohe Verschuldung vieler Städte zunehmend deren Attraktivität für Unternehmen.

Ein großes Problem ist demnach der deutliche Anstieg von Kassenkrediten. Um die damit einhergehende Schuldenlast aufzufangen, würden viele Kommunen die Grund- und Gewerbesteuer erhöhen, was wiederum ihre Position als Unternehmensstandort schwächt. "Das ist ein Teufelskreis, eine Abwärtsspirale mit langfristigen Folgen für die Wirtschaftsregion", so IHK-Hauptgeschäftsführer Karl-Friedrich Schulte-Uebbing bei der Vorstellung der Studie.

Um gegen diese Entwicklung anzusteuern, fordert die IHK neben einer fairen Lastenverteilung zwischen Bund, Land und Kommunen weitere Finanzhilfen vom Land, etwa durch eine Aufstockung des Stärkungspaktes für hochverschuldete Städte. Zudem sollen auch die Städte selbst ihre Ausgaben überprüfen und reduzieren.

Für die Studie hat das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) die Finanzsituation von 33 Kommunen im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region analysiert.

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