16.06.2014

Studie: Westfalen ist eine Hochburg der Höchstaltrigen

Westfalen (wh). Menschen, die in Westfalen geboren wurden, haben überdurchschnittlich hohe Chancen, 105 Jahre oder älter zu werden. Das geht aus einer Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) hervor, in der die Geburts- und Sterbeorte von sogenannten Höchstaltrigen untersucht wurden.

Demnach liegt der Anteil von extrem alten Menschen in der Region um mehr als 25 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Eine echte Hochburg für sehr alte Menschen ist der Regierungsbezirk Detmold, wo der Anteil der Höchstaltrigen das bundesweite Ergebnis um 49,2 Prozent übersteigt. Höhere Werte gibt es nur in Hamburg (71,8 %), Berlin (59,4 %), Hannover (52,6 %) und Schleswig-Holstein (51,8 %).

Gründe für die regionalen Unterschiede extremer Langlebigkeit liefert die Studie nur bedingt. Fest steht, dass viele Höchstaltrige sehr heimatverbunden sind: "Etwa ein Drittel starb im Geburtsort. Die Hälfte der Uralten wohnte am Lebensende nicht weiter als 25 Kilometer vom Geburtsort entfernt", teilen die MPIDR-Forscher mit. Die Frage, ob Sesshaftigkeit somit zu einem Überlebensvorteil führt, könne mit den vorhandenen Daten allerdings nicht beantwortet werden.

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