23.01.2018

Sturmtief Friederike: Große Holzschäden in Westfalens Wäldern

Westfalen (wh). Das Sturmtief Friederike hat in den Wäldern Westfalens die schlimmsten Verwüstungen seit „Kyrill“ vor elf Jahren hinterlassen. So rechnet zum Beispiel das zuständige Forstamt in Gelsenkirchen für die Wälder im nördlichen und östlichen Ruhrgebiet damit, dass etwa  50.000 Kubikmeter Holz betroffen sind. Zum Vergleich:  Normalerweise schlägt das Forstamt dort jährlich zwischen 60.000 und 70.000 Kubikmeter Holz ein. Auch im Münsterland hat Friederike  große Schäden angerichtet. Dort ist etwa ein Viertel der jährlich nutzbaren Holzmenge umgeworfen worden.

Landesweit sind bei dem Sturm am vergangenen Donnerstag nach ersten Schätzungen von Wald und Holz NRW mehr als eine Millionen Festmeter Holz umgestürzt. Vor allem den Norden und Osten des Landes hat es dabei hart getroffen.

Immer noch dürfen viele Wälder in der Region von Erholungssuchenden nicht betreten werden. Für die meisten Wälder gilt das Verbot vorerst bis Ende Januar, es könnte aber auch noch längere Zeit aufrechterhalten werden, da sich die Aufräumarbeiten in weiten Teilen Westfalens äußerst schwierig gestalten. Der Grund: Die Waldböden sind durch den häufigen Regen der vergangenen Wochen aufgeweicht. Deshalb können die Forstbetriebe nicht mit den nötigen schweren Geräten anrücken. Außerdem sind die Schäden über weite Flächen verteilt, was die Aufräumarbeiten zusätzlich erschwert.

Lesen Sie auch im Bereich "Gesellschaft"

Testen Sie den WESTFALENSPIEGEL!

Ihnen gefällt, was Sie hier lesen? Dann überzeugen Sie sich von unserem Magazin!