15.06.2016

TU Dortmund baut einzigartiges Forschungszentrum für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung

Dortmund (wh). Auf dem Campus der Technischen Universität (TU) Dortmund entsteht in den nächsten Monaten ein Forschungszentrum für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ). Bund und Land investieren insgesamt rund fünf Millionen Euro in den Bau der einzigartigen Versuchshalle sowie weitere Anlagen und Prüffelder.

Das neue Prüfzentrum bietet die Möglichkeit, bei realen klimatischen Bedingungen auf dem Gebiet der HGÜ zu forschen. Diese Technik ist zwar aufwendiger als die Wechselstromübertragung, bietet aber zwei Vorteile: Selbst beim Transport über tausende Kilometer hinweg geht nur ein minimaler Teil der Energie verloren, so dass beispielsweise Strom ohne große Verluste von Windkraftanlagen in Norddeutschland nach Süddeutschland fließen könnte. Zudem bietet die HGÜ eine Möglichkeit, technisch inkompatible Stromnetze miteinander zu verbinden.

Der Stromtransport gilt als zentrales Thema der Energiewende und bei der Nutzung von Energie aus regenerativen Quellen. Bislang gibt es allerdings nur wenig Erfahrung mit Gleichstromtechnik und Spannungen bis zu 1200 Kilovolt.

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