12.07.2013

„Über Wasser gehen“: Neue Kunstwerke entlang der Seseke

Unna/Kamen (wh). Neue Perspektiven auf die Flusslandschaft: Das Ausstellungsprojekt "Über Wasser gehen" verbindet die Renaturierung der Seseke mit Kunst. Seit der Kulturhauptstadt 2010 entwickeln international renommierte Künstler an insgesamt zwölf Orten an der Seseke und ihren Zuflüssen eine Kulturlandschaft. Jetzt erhält die Schau im östlichen Ruhrgebiet Zuwachs.

Den Auftakt einer Eröffnungsreihe über den Sommer bildet am 14. Juli 2013 die Installation "Erscheinen und Verschwinden" von Claudia Schmacke in Unna. Ihr neues Werk an der Einmündung des Afferder Baches in den Massener Bach hat die Künstlerin in Form einer aus dem Bach gespeisten Fontäne angelegt, die mal überraschend auftaucht, mal wieder verschwindet. Die Reihe der Eröffnungen wird am 17. Juli 2013 mit der Einweihung des Kunstwerks "Natur 3000: Floating Stones" des Künstlerduos Anja Vormann und Gunnar Friel in Kamen fortgesetzt. Sie haben für den Gesamtraum der Seseke und ihrer Zuflüsse eine Arbeit entwickelt, die auf die Naturwahrnehmung fokussiert und dabei die reale Welt mit der virtuellen Welt verknüpft. Ungewöhnlich gesetzte Steine am Wegesrand tragen einen QR-Code, über den mit dem Smartphone eine Verbindung zu Videos im Internet möglich ist. Diese zeigen eine andere, verfremdete Perspektive auf Natur und Landschaft. Am 1. August folgt das Werk "Here comes the rain again" der Künstler Folke Koebberling und Martin Kaltwasser an der Seseke in Kamen Heeren-Werve. Das Kunstwerk spielt mit romantischen Hausbauidealen und exklusivem Wohnen am Fluss gepaart mit den Gefahren von Naturkatastrophen. Die im Maßstab 1:10 direkt an der Seseke gelegenen Miniaturhäuser mit umliegenden Gärten verleihen dem Flusslauf, Mäandern und möglichen Hochwässern eine neue Dimension.

Das Projekt "Über Wasser gehen" findet in Kooperation der fünf beteiligten Städte, Lünen, Bergkamen, Kamen, Unna sowie Dortmund, der Gemeinde Bönen, dem Kreis Unna, dem Lippeverband, dem Regionalverband Ruhr und Urbane Künste Ruhr statt. Kuratorin ist Billie Erlenkamp.

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