Die Gestaltung der Ausstellung bricht mit Konventionen. Foto: Kloster Bentlage
12.06.2020

Ulrike Zilly im Kloster Bentlage

Das Kloster Bentlage in Rheine eröffnet am 14. Juni die Ausstellung „Ich will mein Reh zu Ende malen“ mit Werken der Künstlerin Ulrike Zilly. Im Fokus steht die Kindheit.

Die Düsseldorfer Künstlerin ist bereits zum zweiten Mal zu Gast im Kloster Bentlage. 2011 hat sie ihre Adelsportraits in Rheine ausgestellt. Diesmal stehen unbeschwerte, aber auch trotzige Momente der Kindheit sowie die Herausforderungen des Heranwachsens und Erwachsenwerdens im Mittelpunkt. Zilly erschafft mit ihren Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen eine Welt der adoleszenten Selbstbestimmung und kindlicher Unbeschwertheit, aber auch des Dramas mit all seinen Facetten.

Ulrike Zilly: „Kann Mathe“

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Dabei bleibt die Künstlerin nicht nostalgisch und romantisch. Es geht auch um die Momente, in denen die Kindheit scheinbar verblasst und die naive, kindliche Unbefangenheit langsam entgleitet. So integriert die Künstlerin auch unfertige Elemente in ihre Arbeiten. Farbig, kraftvoll und zart zugleich, mit unsentimentaler Direktheit und Empathie drückt Zilly diese Lebensphase künstlerisch aus. Der Titel „Ich will mein Reh zu Ende malen“ greift den Ton eines willensstarken Kindes auf und fragt, wann der Prozess des Erwachsen-Werdens abgeschlossen ist. Im Kloster Bentlagge können die Besucher eigene Antworten auf diese Frage finden.

Die Ausstellung ist bis zum 06. September 2020 geöffnet. Weitere Informationen finden Sie hier.

wsp

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