„Unverzichtbarer Beitrag zur Demokratie“
Erstmals waren Theaterleitungen aus dem Münsterland und dem nördlichen Ruhrgebiet zu einem gemeinsamen Gespräch in die Bezirksregierung Münster eingeladen.
Zu Gast bei Regierungspräsident Andreas Bothe waren Vertreterinnen und Vertreter freier und städtischer Bühnen, von Festivals wie den Ruhrfestspielen Recklinghausen oder auch dem Westfälischen Landestheater aus Castrop-Rauxel und dem Consoltheater, das in Gelsenkirchen für Kinder und Jugendliche spielt. Im Mittelpunkt des Gespräches standen die Folgen und Innovationen nach den Einschränkungen der Coronapandemie, so die Bezirksregierung. Einigkeit bestand darin, dass die Theater trotz schwieriger Jahre positive Entwicklungen verzeichnen konnten. Bewährt hätten sich insbesondere neue Werbe- und Abonnement-Formate, die gezielt jüngere Besuchergruppen ansprechen. Erörtert wurden Strategien zur Gewinnung von Publikum, zur Spielplanentwicklung und Spartenauslastung. Ein wichtiger Impulsgeber für die kulturelle Bildung der nachwachsenden Generationen sei die enge Zusammenarbeit mit Schulen.
Theater stehen vor zahlreichen Herausforderungen
Ein weiterer Schwerpunkt war die Diskussion um Finanzierungsmodelle der institutionellen Förderung. Unter der Moderation von Torsten Ehlert, Referatsleiter im Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, wurden Vor- und Nachteile verschiedener Modelle beleuchtet. Dabei spielten technische Innovationen, aktuelle Tarifentwicklungen, steigende Betriebskosten und kommunale wie landesweite Haushaltskürzungen eine Rolle. Förderprogramme wie „Neue Wege – für Theater und Theaterpädagogik“ sowie weitere Pilotprojekte sollen helfen, die Theaterlandschaft in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Herausforderungen zu stärken.
„Die Theater im Regierungsbezirk Münster sind ein zentraler Bestandteil des kulturellen Lebens und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Demokratie und gesellschaftlichen Teilhabe“, sagte Regierungspräsident Andreas Bothe.
wsp