Fragen an die Zukunft stellt "Futur 21". Ein Zeittunnel vor der Kulisse der Gebläsemaschine der Henrichshütte Hattingen ist das Titelmotiv des Festivals. Foto: LWL-Industriemuseum / Altobelli, Hans Starck
14.01.2022

„Vorhang auf“ für die Kunst

Unsere Ausstellungsvorschau für die nächsten Monate. Eine Auswahl vom Stauferkönig Barbarossa bis zum Pop-Art-Star Andy Warhol.

Der Geburtstag des Stauferkaisers Friedrich I. Barbarossa (1122-1190) jährt sich in diesem Jahr zum 900. Mal. Ein Anlass für das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster, vom 28. Oktober 2022 bis 5. Februar 2023 die internationale Sonderausstellung „Barbarossa. Die Kunst der Herrschaft“ zu präsentieren. Auch Schloss Cappenberg bei Selm widmet sich nach seiner Wiedereröffnung dem Kaiser. Das Zentrum der Ausstellung bilden die Taufschale des Kaisers sowie der „Cappenberger Kopf“, eine Porträtbüste Barbarossas aus vergoldetem Bronze. Weitere Informationen hier.

100 Jahre Gegenwart: Das Museum Folkwang feiert Jubiläum. Von Karl Ernst Osthaus 1902 in Hagen gegründet und 1922 in Essen eröffnet, zählt es zu den bedeutendsten Kunstmuseen Deutschlands. Den Auftakt des Festjahres bildet die Ausstellung „Renoir, Monet, Gauguin – Bilder einer fließenden Welt“ (6. Februar – 15. Mai). Der Bestand spätimpressionistischer Werke aus der Museumssammlung wird Werken aus dem National Museum of Western Art in Tokio gegenüber gestellt. In der zweiten Jahreshälfte lässt die Ausstellung „Expressionisten am Folkwang. Entdeckt – Verfemt – Gefeiert“ (20.08.2022 bis 8.01.2023) die Gründungsgeschichte des Folkwang Museums lebendig werden: Gründungsdirektor Osthaus pflegte enge Kontakte zu Expressionisten wie Ernst-Ludwig Kirchner, Franz Marc, Karl Schmidt-Rottluff und Emil Nolde. Weitere Informationen hier.

Bald zu sehen im Museum Folkwang: Karl Schmidt-Rottluf: "Fischerkähne auf dem Haff", 1913, Öl auf Leinwand, 88 x 101 cm Museum Folkwang, Essen. Foto: Jens Nober

Bald zu sehen im Museum Folkwang: Karl Schmidt-Rottluf: „Fischerkähne auf dem Haff“, 1913, Öl auf Leinwand, 88 x 101 cm Museum Folkwang, Essen. Foto: Jens Nober

Das Museum für Gegenwartskunst in Siegen knüpft an das Erbe des August Sander (1876-1964) an. Der bei Siegen geborene Fotograf hat mit seiner Porträtsammlung „Menschen des 20. Jahrhunderts“ ein Lebenswerk geschaffen, das Generationen von Künstlern nach ihm beeinflusst hat. Die Ausstellung „Nach August Sander. Menschen des 21. Jahrhunderts“ (28.01. bis 29.05.) zeigt ausgehend vom Werk des Fotografen neue künstlerische Positionen, die dessen Schaffen wiederaufleben lassen. Weitere Informationen hier.

Frühe Jahre der Fotografie

„Welche Zukunft hat die Zukunft?“, fragt das Festival Futur21. Die Industriemuseen der Landschaftsverbände Westfalen und Rheinland zeigen herausragende Medienkunstwerke internationaler Künstler Themen wie Klimawandel, Energie und künstliche Intelligenz werden an den traditionsreichen Orten der Arbeit verhandelt. Der Abschluss des Festivals wird mit einem großen Veranstaltungs- und Ausstellungsprogramm im März gefeiert. Weitere Informationen hier.

Die frühen Jahre der Fotografie stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung im Kunstmuseum Ahlen (6.02. bis 29.05.). Unter dem Titel „Neue Wahrheit? Kleine Wunder!“ erzählen Werke aus einer westfälischen Privatsammlung von der Frühgeschichte und der Faszinationskraft des weltverändernden Mediums. Fotografien, originale Geräte und historische Dokumente schildern die Anfänge der Fotografie. Weitere Informationen hier.

Bald zu sehen im Picasso Museum in Münster: Andy Warhol, Marilyn Announcement, 1981, Offsetlithografie, Privatsamlung © 2022 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc., Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York

Bald zu sehen im Picasso Museum in Münster: Andy Warhol, Marilyn Announcement, 1981, Offsetlithografie, Privatsamlung © 2022 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc., Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York

„Andy Warhol“ kommt nach Münster – zumindest in Gestalt einer gleichnamigen Ausstellung. Das Museum Pablo Picasso in Münster zeigt vom 14. Mai bis 18. September 79 teils noch nie öffentlich präsentierte Drucke des Pop-Art-Künstlers. Den Schwerpunkt bilden Warhols Porträts von Stars und Prominenten. Sie werden den „Screen Tests“ gegenübergestellt, eine von Warhol in den 1960er Jahren entwickelte Form des Experimentalfilms, die eine neue Art des Porträts darstellt. Weitere Informationen hier.

wsp

Lesen Sie auch im Bereich "Kultur"

Testen Sie den WESTFALENSPIEGEL!

Ihnen gefällt, was Sie hier lesen? Dann überzeugen Sie sich von unserem Magazin!