Kunden müssen bald mehr für ihre Bahntickets bezahlen. Foto: Stratmann/VRR
16.09.2022

VRR erhöht Preise

Bus und Bahn fahren wird zum 1. Januar teurer. Der Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) erhöht die Ticketpreise und fordert gleichzeitig weitere Finanzhilfen.

Trotz der Diskussion um einen möglichen Nachfolger für das 9-Euro-Ticket erhöht der VRR seine Preise zum Jahreswechsel um fast vier Prozent. Wegen steigender Personal- und Energiekosten sei die Preissteigerung notwendig, heißt es in einer Mitteilung des Verbunds. Der VRR sicherte aber auch zu, die Einführung eines bundesweiten Klimatickets als Nachfolgeticket des 9-Euro-Tickets „vollumfänglich“ zu unterstützen. „Die derzeitige Diskussion um eine weitere bundesweite Tarifinitiative hat der Verbund bei seinen Tarifentscheidungen natürlich im Blick. Solange sich Bund und Länder allerdings noch nicht geeinigt haben, werden wir formelle Beschlüsse fassen“, sagt José Luis Castrillo, Vorstand des VRR.

Für 2023 rechnet der Verbund mit einem zusätzlichen Finanzierungsbedarf von 500 Millionen Euro pro Jahr für den Nahverkehr in seinem Gebiet. Grund dafür seien Mehraufwendungen für Energie und die Folgen der Pandemie. Vor diesem Hintergrund bleibe die Tariferhöhung in einem für die  Kunden vertretbaren, für die künftige Finanzierung zwingend notwendigen, aber längst nicht ausreichenden Rahmen, so Castrillo weiter.

Resolution verabschiedet

Daher hat sich die Verbandsversammlung in einer Resolution auf die Forderung nach einer nachhaltigen Finanzierung für einen zukunftsfähigen Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geeinigt. Vor dem Hintergrund rasant steigender Kosten, den Nachwirkungen der Corona-Pandemie und zur Erreichung der Klimaziele, müssten Bund und Land die Finanzierung zur Aufrechterhaltung der Nahverkehrsleistungen und für erforderliche Investitionen in Infrastruktur und Fahrzeuge auf ein verlässliches Fundament stellen.

wsp

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