Wahlhelfer gesucht!
Städte bereiten sich auf die Kommunalwahl vor und suchen noch mehrere tausend Freiwillige für die Stimmenauszählung.
Am 14. September findet in Nordrhein-Westfalen die Kommunalwahl statt. Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren wählen in kreisangehörigen Städten die neuen Mitglieder für den Gemeinderat sowie den Bürgermeister bzw. die Bürgermeisterin. Hier wird außerdem über die Vertretung im Kreistag sowie über die zukünftige Landrätin bzw. den Landrat abgestimmt. In Großstädten wird über die Besetzung von Bezirksvertretungen und Stadträten sowie über den neuen Oberbürgermeister bzw. die neue Oberbürgermeisterin entschieden. Hier könnten unter Umständen zwei Wochen später noch Stichwahlen stattfinden. Außerdem sind parallel zur Kommunalwahl die Wahlen zu den Integrationsräten angesetzt. Hier dürfen Bürgerinnen und Bürger mit ausländischer Staatsangehörigkeit, Eingebürgerte sowie Menschen mit doppelter Staatsangehörigkeit abstimmen. Wer im Gebiet des Regionalverbands Ruhr, also dem Ruhrgebiet wohnt, der wählt außerdem die Mitglieder der RVR-Verbandsversammlung.
Wahlbüros öffnen Mitte August
Die Vorbereitung auf den Wahltag ist in den westfälischen Städten und Gemeinden bereits in vollem Gange. Der Versand der Briefwahlunterlagen findet bis zum 24. August statt; in zahlreichen Kommunen öffnen in diesen Tagen bereits die Wahlbüros. Dort können Wahlberechtigte die Briefwahl beantragen, ihre „Kreuzchen“ machen oder erhalten Unterstützung bei Problemen. Zum Beispiel, wenn sie keine Wahlbenachrichtigung erhalten oder die angeforderten Briefwahlunterlangen nicht rechtzeitig ankommen. Eine Herausforderung für zahlreiche westfälische Kommunen ist die Rekrutierung von Wahlhelferinnen und -helfern. Während es zur Bundestagswahl ein großes Interesse an diesem Ehrenamt gab, werden aktuell noch zahlreiche Freiwillige gesucht. Allein in Dortmund werden 5500 Personen für die Besetzung der Wahllokale und für die Auszählung der Stimmen benötigt, Bielefeld braucht 2500 Helferinnen und Helfer und in Ahaus müssen 250 Positionen besetzt werden. Die münsterländische Kleinstadt hat bereits ungefähr 200 Helferinnen und Helfer akquiriert. Dennoch beobachtet das Wahlamt einen „Wahlermüdungseffekt“ nach der Bundestagswahl im Februar. Und: Am Wahltermin seien einige Bürgerinnen und Bürger noch im Sommerurlaub, so dass Freiwillige fehlen.
„Erfrischungsgeld“ zwischen 25 und 100 Euro
Das „Erfrischungsgeld“, also die Aufwandsentschädigung für die Unterstützung bei der Wahl, fällt je nach Kommune sehr unterschiedlich aus. In Bielefeld erhalten Helfende 80 Euro, für Vorstände gibt es 20 Euro mehr und unter Umständen einen Bonus für diejenigen, die bei mehreren Wahlen unterstützen. In Dortmund können Wahlvorstehende mit immerhin mit 130 Euro rechnen, Helferinnen und Helfer erhalten immerhin 100 Euro. Andere Städte, wie zum Beispiel Münster, zahlen lediglich 25 bzw. 35 Euro.
Unabhängig von der finanziellen Belohnung gilt die wichtige Bedeutung des Einsatzes. NRW-Landtagspräsident André Kuper betont den Wert des „Dienstes für die Demokratie“: „Wer sich als Wahlhelferin oder Wahlhelfer engagiert, setzt in diesen bewegten Zeiten ein starkes Zeichen für faire, freie und geheime Wahlen. Ohne die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer wären Wahlen so nicht möglich.“
aki, wsp