Auf den Kopf gestellt: Ramona Petry als Luchsmädchen Lumi in dem Stück "Funklerwald" – zu sehen an zahlreichen Terminen bis Ende Februar im Theater Münster. Foto: Sinje Hasheider
21.11.2025

Weihnachtszeit im Theater

Die westfälischen Bühnen präsentieren ihre Familienstücke – von der „Schneekönigin“ bis zu „Aladin“. Ein Überblick.

Wenn Kater und Hahn sich nicht grün sind… dann wird am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen eine Familienoper (ab vier Jahren) draus. „Pettersson und Findus und der Hahn im Korb“ von Niclas Rahmdor nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Sven Nordqvist erzählt mit viel Humor und schwungvollen Melodien von Freundschaft, dem Finden des eigenen Platzes in der Familie und einer Versöhnung. In der Hauptrolle als Pettersson ist Publikumsliebling Piotr Prochera zu sehen. Bis Ende Dezember – es gibt nur noch Restkarten.

Das Musiktheater im Revier zeigt einen Klassiker der Kinderliteratur als Oper: "Petterson und Findus und der Hahn im Korb" mit Piotr Prochera in der Hauptrolle. Foto: Zoran Varga / Musiktheater im Revier

Das Musiktheater im Revier zeigt einen Klassiker der Kinderliteratur als Oper: „Petterson und Findus und der Hahn im Korb“ mit Piotr Prochera in der Hauptrolle. Foto: Zoran Varga / Musiktheater im Revier

Einen wahren Klassiker zeigt das Kinder- und Jugendtheater in Dortmund: Hans Christian Andersens Märchen „Die Schneekönigin“, für die Bühne bearbeitet von Bettina Zobel und inszeniert von KJT-Intendant Andreas Gruhn. Die abenteuerliche Geschichte handelt von einer großen Rettungsmission: Gerda kämpft sich durch Eis und Schnee, um ihren Freund Kai aus dem Bann der Schneekönigin zu befreien. Unterwegs begegnet sie allerlei kuriosen Gestalten und muss Mut beweisen. Zu sehen bis Ende Februar im Schauspielhaus Dortmund, empfohlen ab sechs Jahren.

Das Theater Münster setzt auf frischen Stoff für das diesjährige Weihnachtsstück: Stefanie Taschinskis Buch „Funklerwald“ handelt von Freundschaft unter einem Luchsmädchen und einem jungen Waschbären – eine zeitgenössische Parabel über Toleranz und das Überwinden von Vorurteilen. Nils Zapfe hat den Stoff in Münster mit vielen Überraschungen und schönen Details für die Bühne inszeniert. Zu sehen bis Ende Februar.

„Held in Strumpfhosen“

Ein Held in Strumpfhosen spielt die Hauptrolle im Familienstück am Schauspielhaus Bochum:  „Robin Hood“. Regisseurin Katharina Birch, vor drei Jahren gefeiert für ihre Inszenierung von „Die Schöne und das Biest“, erzählt seine Geschichte vom Kampf für Gerechtigkeit mit Victor IJdens in der Titelrolle und viel Spaß. Ab sechs Jahren, Vorstellungen (mit Restkarten) gibt es bis Ende Februar.

Otfried Preußlers „Kleine Hexe“ ist auf der Bühne am Theater Bielefeld gelandet. Die knallbunte Inszenierung von Nick Westbrock (ab fünf Jahren) hat gleich begeistert, so dass es in den Vorstellungen bis Anfang Januar nur noch ein paar Restkarten gibt. Außerdem zu sehen in Bielefeld ist bis Ende Januar eine Wiederaufnahme der Familienoper „Alice im Wunderland“ (ab sieben Jahren).

Märchenhaft: Brunella Sabatino, Elisabeth Emmanouil, Mitra Adib-Moghaddam in "Aladin" am Theater Hagen. Foto: Leszek Januszewski

Märchenhaft: Brunella Sabatino, Elisabeth Emmanouil, Mitra Adib-Moghaddam in „Aladin“ am Theater Hagen. Foto: Leszek Januszewski

Am Theater in Hagen ist Märchenzeit – mit „Aladin“. Die Leiterin des jungen Theaters Lutz hat das Familienstück nach Motiven aus 1001 Nacht geschrieben und die Handlung im Stadtteil Altenhagen verortet, wo Menschen aus vielen Herkunftsländern zusammenleben. Dazu erklingt opulente Weltmusik von Komponist Andres Reukauf. Empfohlen ab fünf Jahren, zu sehen bis Ende Dezember.

„Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ ist ein Publikumsliebling am Consol Theater in Gelsenkirchen. Zur Weihnachtszeit im Dezember wird das Familienstück nach Michael Ende (ab sechs Jahren) wieder in der Inszenierung von Andrea Kramer an zahlreichen Terminen gespielt.

Annette Kiehl, wsp

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