05.10.2022

Westfalen auf der Expo Real

Kommunen aus Westfalen haben sich auf der internationalen Fachmesse für Immobilien und Investitionen Expo Real in München präsentiert. 

Die Kommunen haben dort Kontakte geknüpft, um potenzielle Investoren für Projekte in der Region zu gewinnen. So ist etwa auch Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Karin Welge nach München gereist, um dort für den Wirtschaftsstandort Gelsenkirchen zu werben. Dabei legte die Stadt den Fokus auf die Neue Zeche Westerholt, heißt es. Das Areal gelte als eine der zentralen Zukunftsaufgaben der beiden Städte Gelsenkirchen und Herten und der RAG Montan Immobilien, teilt die Stadt Gelsenkirchen mit. Der ehemalige Bergbaustandort werde zukünftig zu einem Standort für Gewerbe, Dienstleistung und Wohnen entwickelt.

Auch aus Ostwestfalen-Lippe waren Delegationen in München vertreten. Im Fokus standen diverse innovative REGIONALE-2022-Projekte der Städte Bielefeld, Paderborn und Gütersloh, so die OstWestfalenLippe GmbH. Projekte, die in München vorgestellt wurden, sind unter anderem das Areal der früheren Mansergh-Kaserne in der Gütersloher Innenstadt, die Flächen des Barker Areal sowie der Alanbrooke Kasernen in Paderborn. In Bielefeld wird auf dem Gelände der Möller Group der innovative „Campus for Science and Technology“ gebaut, heißt es weiter. Alle Quartiere machen Angebote für Wohnen, Arbeit, Wissenschaft, Innovation, Kultur und Freizeit.

Intensive Gespräche

„Ein großer Reiz der Region OstWestfalenLippe ist das Spannungsfeld aus florierender Wirtschaft, lebendiger Wissenschaft sowie urbanen und ländlichen Gebieten. Unsere innovativen Quartiersentwicklungskonzepte setzen genau hier an. Wir vernetzen damit Bereiche des Lebens, die bisher strikter getrennt waren und ermöglichen so Gemeinschaft, Austausch, Kooperation und Innovation auf eine ganz neue Weise. Damit setzen wir auf breiter Ebene wertvolle Zukunftsimpulse für die gesamte Region“, so Björn Böker, Geschäftsführer der OWL GmbH.

Die Ahlener Delegation um Bürgermeister Dr. Alexander Berger zeigte sich mit den Resultaten der Präsentation auf der Immobilienmesse mehr als zufrieden. So konnte man im Gespräch mit der Bundesministerin für Wohnen und Stadtentwicklung, Klara Geywitz, über moderne Wohnraumkonzepte sprechen, teilt die Stadt Ahlen mit. Zudem sei es in dem Gespräch auch um die Nöte der Kommunen bei den zunehmenden Leerständen in den Innenstädten gegangen. Er habe der Ministerin auch als Sprecher der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreis Warendorf die Erwartung übermittelt, dass die Veränderungsprozesse in den Innenstädten mehr Aufmerksamkeit durch den Bund verdienten, so Berger.

Unter dem Dach der Business Metropole Ruhr GmbH ist auch der Kreis Recklinghausen gemeinsam mit den kreisangehörigen Städten Dorsten, Herten, Marl, Oer-Erkenschwick und Recklinghausen vertreten. Landrat Bodo Kimpel zog ein positives Fazit. So habe es zum einen mehr Gespräche im Vergleich zum Vorjahr gegeben, zum anderen lag der Fokus der Gesprächsinhalte verstärkt auf zukunftsgerichtete Themen wie Nachhaltigkeit oder Wasserstoff bzw. erneuerbare Energien. Der Grundstein für potentielle Aufträge und Projekte sei damit gelegt worden.

wsp

Lesen Sie auch im Bereich "Politik / Wirtschaft"

Testen Sie den WESTFALENSPIEGEL

Ihnen gefällt, was Sie hier lesen? Dann überzeugen Sie sich von unserem Magazin