Benjamin Werth als König Karl in der Widukind-Oper. Foto: Daniela Dembert
18.08.2025

„Widukind“ auf der Opernbühne

Die Weserscholle im Huxarium Gartenpark Höxter wird zur Open-Air-Bühne für ein Musiktheater rund um den berühmten Sachsenherzog.

Die im Jahr 2022 in Enger entstandene Oper erzählt von der Taufe Widukinds als Zeichen der Versöhnung. Das Musiktheater will damit ein Kapitel europäischer Geschichte zwischen Machtpolitik und persönlichem Zweifel in die Gegenwart holen und vereint historische Stoffe, eine moderne Musiksprache und ein Plädoyer für Verständigung. „Widukind war ein ganz und gar moderner Mensch. Ein Zweifler, der seine Angst vor dem Neuen und Unbekannten überwindet“, sagt die Autorin und Regisseurin Birgit Kronshage.

Musiktheater mit Breakdance

Der Berliner Komponist Thomas Lotz kreierte die Musik für „Widukind“ mit Rock- und Pop-Elementen und will das klassische Musiktheater gegen den Strich bürsten: Der Sachsenkönig wird von einer Frau, der Koreanerin Yewon Kim, gespielt. Mit dabei sind außerdem die Breakdancer „The Last Action Heroes“ aus Bad Oeynhausen als fränkische Kämpfer und das Detmolder Kammerorchester, dirigiert von Olivia Lee-Gundermann.

Die Oper wird auf der Weserscholle in Höxter am 23. und 24. sowie am 30. und 31. August aufgeführt. Weitere Vorstellungen finden statt in Schmallenberg (5. September Stadthalle) und Enger (6. und 7. September Widukind‐Gymnasium). Ebenfalls in Höxter läuft bis zum 19. Oktober im historischen Rathaus die immersive Ausstellung „Die Schlacht am Brunsberg“ über Karl den Großen und seinen Kampf gegen die Sachsen bei Höxter. Mit Virtual-Reality-Technologie können Besucherinnen und Besucher in die Ereignisse und die Atmosphäre der damaligen Zeit eintauchen. Weitere Informationen zur „Widukind“-Oper hier.

wsp

Lesen Sie auch im Bereich "Freizeit, Kultur"