02.11.2018

Wirtschaftswachstum: Ländliche Regionen entwickeln sich dynamisch

Westfalen (wh). Südwestfalen ist die Region mit dem stärksten Wirtschaftswachstum in Nordrhein-Westfalen (NRW). Das geht aus den aktualisierten Regionalwirtschaftlichen Profilen 2018 hervor, die die NRW.BANK vorgelegt hat.

Demnach wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf in Südwestfalen zwischen 2007 und 2016 um 25,3 Prozent. Zum Vergleich: Landesweit lag das BIP-Wachstum in diesem Zeitraum bei 19,1 Prozent. Auch Ostwestfalen-Lippe (OWL) schneidet in dieser Statistik sehr gut ab: Die Region liegt hinter Aachen (24,5 Prozent) mit 23,5 Prozent Wachstum auf dem dritten Platz von insgesamt neun untersuchten Wirtschaftsregionen in NRW.

„In der Diskussion um wirtschaftliches Wachstum stehen häufig die Großstädte im Fokus. Unsere Regionalwirtschaftlichen Profile zeigen jedoch, dass die Dynamik in vielen Regionen außerhalb der Ballungszentren besonders stark ist“, sagt Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK. Auch die stärkste wirtschaftliche Dynamik war zuletzt in eher ländlichen Regionen mit relativ geringem BIP pro Kopf festzustellen. So wuchs der Indikator im Kreis Borken mit plus 34,9 Prozent am stärksten.

Allerdings ist die Gründungsneigung in dicht besiedelten Regionen höher als in ländlichen Gebieten. Düsseldorf verzeichnet etwa 6,8 Gründungen je 1000 Einwohner, im Münsterland (3,9), in OWL (3,9) und Südwestfalen (3,6) war diese Zahl dagegen NRW-weit am geringsten. Dafür ist in den gründungsschwächeren Regionen die Erfolgswahrscheinlichkeit überdurchschnittlich hoch. So waren 2015 im Münsterland noch 41,6 Prozent der fünf Jahre zuvor gegründeten Unternehmen am Markt tätig (NRW: 36,4 Prozent). Auch in OWL (39,3 Prozent) und in Südwestfalen (38,5 Prozent) überleben überdurchschnittlich viele Gründungen die ersten Jahre.

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