"Dortmund Gungeon Trip" der Dortmunder Zeichnerin Alexandra Völker, zu sehen im Museum für westfälische Literatur auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde.
04.07.2024

„Zauber der Sprechblase“

„Zok Roarr Wumm“ – das Museum für Westfälische Literatur auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde eröffnet am 7. Juli eine Comic-Ausstellung.

Vom japanisch angehauchten Manga über Perry Rhodan-Hefte bis zur Graphic Novel – die Bandbreite der Comics ist riesig. Das Museum für Westfälische Literatur widmet dem „Zauber der Sprechblase“ eine Sonderausstellung unter dem Titel „Zok Roarr Wumm“. Neben Originalzeichnungen, Heften und Büchern gibt es zahlreiche Veranstaltungen von Lesungen bis zum Manga-Workshop. 

Die Ausstellung richtet den Fokus auf die lebendige westfälische Comic-Szene: Stars wie Ralf König („Der bewegte Mann“), Ralph Ruthe („Shit Happens!“) und Line Hoven („Dudenbrooks“) haben ihre Jugend in der Region verbracht. Außerdem kam der erste westdeutsche Nachkriegscomic aus dem Ruhrgebiet, in Bielefeld sitzt einer der größten deutschen Comicverlage und Dortmund ist mit einer eigenen Comic-Galerie ein Anziehungspunkt für Fans. Stefan Höppner, der wissenschaftliche Leiter des Museums und Kurator der Ausstellung, ist selbst Comicforscher. Er hat beobachtet, dass sich das Medium im Laufe der Jahre von seinem Schmuddelimage befreit hat. Heute landen Comics nicht selten in den Feuilletons oder setzen sich mit komplexen Themen auseinander. Gestaltet wurde die Ausstellung vom Künstler Jeremias Vondrlik, die Münsteraner Zeichnerin Maximiliane Spieß hat eigene Figuren für die Schau entworfen – zwei Kühe, die den Besucherinnen und Besuchern den Weg durch die Schau weisen.

Der Museumsleiter und Ausstellungsleiter Stefan Höppner. Foto: Gwendolyn Hillmer

Der Museumsleiter und Ausstellungsleiter Stefan Höppner. Foto: Gwendolyn Hillmer

Die Ausstellung läuft bis zum 29. September. Zu den Highlights im Veranstaltungskalender zählen unter anderem ein Workshop im Manga-Zeichnen mit Martina Peters (25. August) und die Präsentation von „Drei Steine“, eine autobiographische Graphic Novel gegen rechts mit Autor Nils Oskamp. Ein Begleitband zur Ausstellung erscheint im Juli im Bielefelder Aisthesis Verlag. Weitere Informationen hier.

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