Ziel: Mehr Pünktlichkeit auf den Gleisen
Mit dem neuen Fahrplan 2026 sollen regionale Bahnlinien zuverlässiger in Westfalen unterwegs sein. Es gibt zusätzliche Verbindungen und bessere Anschlüsse.
Der Rhein-Ijssel-Express von Bocholt nach Düsseldorf (RE 19) ist ab dem 14. Dezember zusätzlich täglich um 20.15 Uhr ab Bocholt und ab Düsseldorf täglich um 22.26 Uhr sowie sonntags um 8.26 und 9.26 Uhr unterwegs. Aufgewertet wird die Linie RB 85, die zwischen Paderborn und Göttingen unterwegs ist. Die Züge sind zehn Minuten schneller unterwegs, zudem sind neue Frühverbindungen zwischen Bodenfeld und Paderborn (Ankunft 7.05 Uhr) und eine spätere letzte Abfahrt um 20.53 Uhr ab Paderborn eingeplant.
Die Zugvereinigung zwischen RB 89 (Münster – Paderborn) und RB 69 (bislang Bielefeld – Münster) war viele Jahre lang ein Klassiker im Hauptbahnhof Hamm. Mit dem Fahrplanwechsel endet dort die RB 69, um den Verkehr auf der Strecke zuverlässiger zu machen. Eine Direktverbindung zwischen Bielefeld und Münster gibt es weiterhin mit der RB 67 („Der Warendorfer“ mit Halt in Rheda-Wiedenbrück und Warendorf). Auf Veränderungen müssen sich Reisende im Siegerland einstellen. Um mehr Pünktlichkeit auf der Strecke zwischen Betzdorf an der Sieg und Bad Berleburg zu erreichen, endet die RB 93 ab dem 14. Dezember in Siegen. Wer weiterfahren möchte, muss dort in die RB 90 umsteigen.
ICE-Verbindung nach München entfällt
Der Fahrplanwechsel hat auch Auswirkungen auf den Fernverkehr ab und bis Westfalen. Schneller sind Fahrgäste bald in Richtung Ostdeutschland unterwegs: Ein neues ICE-Zugpaar von Dortmund über Soest, Lippstadt, Paderborn und Altenbeken nach Leipzig und Dresden bringt eine Zeitersparnis von 30 Minuten gegenüber der bisherigen, fast fünfstündigen Intercity-Verbindung. Einschnitte gibt es jedoch bei Linien vom Ruhrgebiet nach München. Die einzige direkte Verbindung mit dem ICE (von Frankfurt/Main kommend via Hamm, Paderborn und Kassel in die bayerische Hauptstadt entfällt im kommenden Jahr, da der ICE in Würzburg bisher mit einem anderen aus Frankfurt zusammengekoppelt wird. Das habe regelmäßig zu Verspätungen geführt, so die Deutsche Bahn. Der ICE ab Hamburg über Münster, Dortmund und Bochum über Stuttgart nach München bleibt jedoch weiterhin im Angebot.
Zum Jahreswechsel planen einige Verkehrsverbände Tariferhöhungen. Der Westfalentarif hat bereits zum 1. August Preise für Tickets angehoben. Dieser Stichtag für Preiserhöhungen wurde zwar auf den 1. Januar umgestellt, jedoch seien aktuell nur Veränderungen im geringen Umfang geplant, berichtet der WDR. Nahverkehrskunden, die mit dem Deutschlandticket unterwegs sind, zahlen ab dem Jahreswechsel allerdings 63 statt 58 Euro pro Monat.
wsp