Das alte Rathaus in Hattingen. Foto: Imago/Walter Fischer
11.12.2023

Adventskalender Tür 11

Hinter dem heutigen Türchen steckt eine Menge Spielfreude. Wir stellen die Weihnachtsstücke der westfälischen Bühnen vor. 

Einen Familienopernspaß kündigt das Theater Bielefeld mit der Uraufführung von „Doktor Bartolos Geheimnis oder In Sevilla sind die Mäuse los“ an. Intendantin Nadja Loschky hat das Stück basierend auf Gioachino Rossini komischer Oper „Der Barbier von Sevilla“ entwickelt. Es geht um einen verliebten Forscher, seine gesprächigen Labormäuse und verrückte Dinge, die passieren, als der Friseur Figaro auftaucht. Zu erleben als Premiere am 23. Dezember, weitere Vorstellungen gibt es am 6. und 28. Januar sowie im Frühjahr. 

Ein Familienopernspaß: „Doktor Bartolos Geheimnis oder In Sevilla sind die Mäuse los“. Foto: Lena Kern

Ein Familienopernspaß: „Doktor Bartolos Geheimnis oder In Sevilla sind die Mäuse los“. Foto: Lena Kern

Im Theater Münster nimmt Regisseurin Sandra Strunz ihr junges Publikum mit auf eine Abenteuerreise. Im Familienstück „Siri und die Eismeerpiraten“ stellt sich die junge Heldin allerlei Widrigkeiten entgegen und erfährt, wie man Ängste besiegt und die Kraft der Freundschaft entdeckt. Zu sehen für alle ab acht Jahren in zahlreichen Vorstellungen im Großen Haus. 

Momo und die Zeitdiebe

Das Gelsenkirchener Consol Theater macht ambitioniertes Theater nah am jungen Publikum. Das diesjährige Weihnachtsstück „Momo“ greift den Märchenroman von Michael Ende auf, der in diesem Jahr 50-jähriges Jubiläum feiert. Die abenteuerliche Geschichte vom Mädchen Momo und den Zeitdieben wird in der Regie von Andrea Kramer humorvoll, bewegt und musikalisch umgesetzt. Für alle ab sechs Jahren zu sehen an zahlreichen Terminen bis zum 19. Dezember. 

In „Die wundersame Welt des Edward Tulane“ am Schauspielhaus Bochum begegnen dem Publikum sieben wunderliche Figuren. Im Mittelpunkt der Geschichte von Kate DiCamillo steht ein Porzellanhase, der auf einer abenteuerlichen Reise lernt, wie es ist geliebt zu werden und zu lieben. Die Inszenierung von Lisbeth Coltof soll Jung und Alt nicht nur zur Weihnachtszeit begeistern, sondern wird bis ins Frühjahr gespielt.

"Die wundersame Reise von Edward Tulane", zu sehen am Schauspielhaus Bochum mit Jing Xiang, Marius Huth und Alexander Wertmann. Foto: Birgit Hupfeld

„Die wundersame Reise von Edward Tulane“, zu sehen am Schauspielhaus Bochum mit Jing Xiang, Marius Huth und Alexander Wertmann. Foto: Birgit Hupfeld

Das Apollo Theater in Siegen präsentiert mit den „Bremer Stadtmusikanten“ die letzte Inszenierung des 2021 verstorbenen Theatermachers Werner Hahn, der das Kinder- und Jugendtheater in Südwestfalen prägte. Er erzählt das berühmte Märchen als Road-Trip einer verrückten Rentner-Band. Doch bald stellt sich die Frage: Welchem Traum sollen sie nun folgen – dem von der warmen Seniorenresidenz oder dem von der Künstlerkarriere? Zu sehen an zahlreichen Terminen bis zum 16. Dezember.

Kinderbuchklassiker auf der Bühne

„Gut gebrüllt, Löwe“, heißt es am Theater Hagen. In der Geschichte zur Weihnachtszeit geht es um Freundschaft, Mut und den Traum vom Fliegen. Der Kinderbuchklassiker von Max Kruse wurde frisch inszeniert von Francis van Boeckel und beflügelt mit viel Musik und Magie. Zu sehen an zahlreichen Terminen bis 25. Dezember.

Adventskalender

Jeden Tag ein Türchen öffnen

Wer kennt nicht Don Quijote, den Ritter von trauriger Gestalt aus dem Romanklassiker von Miguel de Cervantes? Am Kinder- und Jugendtheater Dortmund bringt Intendant Andreas Gruhn die legendäre Geschichte vom Kampf gegen die Windmühlen als Weihnachtsstück „Don Quijote und Sancho Panza“ auf die Bühne. Es ist eine Reise voll mit seltsamen Begegnungen. Einmal liegt der Held mit seiner rostigen Rüstung im Staub, Sancho Panza zählt seine blauen Flecken und ihnen wird so mancher Streich gespielt. Doch der gutherzige Don Quijote verliert seinen Traum nie aus den Augen und begibt sich auf das Abenteuer seines Lebens.

Das Landestheater Detmold setzt auf einen wahren Klassiker: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Der Märchenfilm, dutzendfach ausgestrahlt rund um Weihnachten, wurde von Grit Lukas für die Bühne zeitgemäß und mit Witz inszeniert, ohne der Geschichte ihren Zauber zu nehmen. Zu sehen an zahlreichen Terminen bis Ende Februar in Detmold und Ostwestfalen.

aki, wsp

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