Jetzt Probelesen!

Schrill, bunt, aufregend – kommen Sie mit uns auf Zeitreise in die 70er Jahre. Oder entdecken Sie Lichtkunst in Unna und viele Tipps aus Theater, Kunst und Literatur für den Sommer:
Jetzt im aktuellen WESTFALENSPIEGEL!

Was in dieser Woche nicht fehlen darf …


… ist eine einfache Frage: Waren Sie schon einmal in Bielefeld? Falls Sie diese Frage mit „ja“ beantworten können, geht Ihnen sehr wahrscheinlich ein Preisgeld von einer Millionen Euro durch die Lappen. Denn diese Summe hat die Stadt Bielefeld für denjenigen ausgeschrieben, der den „ultimativen Beweis dafür liefert, dass es Bielefeld nicht gibt“. Anlass für diese verrückte Idee ist ein Jubiläum: Vor 25 Jahren wurde aus dem banalen auf einer Studentenparty in Kiel ausgesprochenen Satz „Bielefeld? Das gibt’s doch gar nicht“ eine veritable Verschwörungstheorie. Damals schrieb der Informatikstudent Achim Held scherzeshalber seine Gedanken zur vermeintlichen Nicht-Existenz Bielefelds nieder und veröffentlichte sie im Usenet. Das Ganze hat sich verselbstständigt. Heute gibt es zur Bielefeld-Verschwörung bei google fast 170.000 Einträge. Und auch die Bielefeldmillionen-Kampagne hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem weltweiten Marketing-Hit entwickelt. Medien auf dem gesamten Globus haben bereits darüber berichtet. Rund 700 Beweisversuche sind in den ersten Tagen bei der Stadt eingegangen – alle konnten widerlegt werden. Da wir selbst schon einmal wahrhaftig in Bielefeld waren, werden wir uns übrigens erst gar nicht an dem Wettbewerb beteiligen. Stattdessen halten wir es mit der Bundeskanzlerin, die nach einem Besuch in der Stadt unterhalb der Sparrenburg gesagt hat: „Ich hatte den Eindruck, ich war da!“ Oder etwa nicht?