Das Trainingsbergwerk in Recklinghausen soll zum größten Erlebnisbergwerk in Deutschland werden. Foto: Thomas Kuncl
05.06.2019

Breites Bündnis für Erlebnisbergwerk

In Recklinghausen soll das größte Erlebnisbergwerk zum Steinkohlenbergbau in Deutschland Realität werden. Die RAG, der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Stadt Recklinghausen haben eine entsprechende Kooperationsvereinbarung ausgehandelt.

Damit könnte die Frage nach der Zukunft des Trainingsbergwerks in Recklinghausen beantwortet sein. Dieses wird auch ein knappes halbes Jahr nach dem Ende des Bergbaus noch zu Übungszwecken etwa von der Grubenwehr genutzt. Bis 2021 will die RAG das Areal auch weiterhin für solche Fortbildungsmaßnahmen nutzen. Dafür solle sie ein Entgelt zahlen, heißt es in der Pressemitteilung der beteiligten Partner.

Gremien müssen noch entscheiden

Der RVR soll demnach das weiterhin unter Bergaufsicht stehende Areal des Trainingsbergwerks übernehmen und an den bereits gegründeten Trägerverein, der bereits jetzt dort regelmäßig Führungen anbietet, verpachten. Im Gegenzug soll sich die Stadt verpflichten, ein Defizit des Trägervereins bis zu einer Höhe von 40.000 Euro jährlich auszugleichen. „Diese Konstellation soll zunächst im Rahmen eines Projektes bis Ende 2021 Bestand haben. Dann soll geprüft werden, ob das Trainingsbergwerk tatsächlich dauerhaft als Besucherbergerwerk betrieben werden kann“, sagte Recklinghausens Stadtkämmerer Ekkehard Grunwald.

Das Trainingsbergwerk in Recklinghausen umfasst eine Streckenlänge von 1400 Metern. Besucher können dort verschiedene Bergbaumaschinen, drei Streckenvortriebe sowie Streben mit einem Walzenschrämmlader und einem Hobel besichtigen. Viele der Maschinen können „in Betrieb“  besichtigt und sogar ausprobiert werden. Das Stollensystem wird sogar wie ein aktives Bergwerk „bewettert“.

Die ausgehandelte Kooperation muss noch in verschiedenen politischen Gremien behandelt werden. Spätestens bis Mitte Juli soll die Entscheidung gefallen sein.

wsp

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