23.04.2018

Brexit: Mehr als 700 Briten erhielten 2017 in Westfalen den deutschen Pass

Westfalen (wh). Die Zahl der Briten, die in Westfalen eingebürgert wurden, ist im vergangenen Jahr sprunghaft angestiegen. 718 britische Staatsbürger erhielten 2017 den deutschen Pass, das sind mehr als doppelt so viele wie 2016 (273); in den Vorjahren waren es meist nur um die 50, zeigt eine Erhebung des Statistischen Landesamtes.

Angetrieben wird diese Entwicklung durch den „Brexit“: So können Briten bei einer Einbürgerung bis zum 29. März 2019  – dem offiziellen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union – noch ohne Komplikationen ihren alten, britischen Pass behalten.

Insgesamt ist die Zahl der Einbürgerungen in Westfalen leicht zurückgegangen. 10.290 Ausländer erhielten im vergangenen Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft, das sind knapp 0,6 Prozent weniger als im Vorjahr. 1773 davon stammen aus der Türkei; diese Gruppe wird jedoch kleiner. So erhielten im Jahr 2000 noch mehr als 15.000 ehemals türkische Staatsbürger den deutschen Pass.

Landesweit wurden 2017 rund 27.300 Ausländer eingebürgert; das sind 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

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