29.03.2011

Kasper König: Initiator der Skulptur Projekte war „fahnenflüchtig“

Westfalen (wh). Kasper König, Initiator des renommierten Skulptur-Projekte-Festivals in Münster und Direktor des Museum Ludwig in Köln, hat sich mit 18 Jahren als Fahnenflüchtiger aus dem Münsterland nach London abgesetzt. Aufgewachsen in Mettingen im Kreis Steinfurt, brach er den Ersatzdienst ab und kellnerte in London, um dann in New York ohne Abitur Anthropologie zu studieren. Das berichtet König, der mit Vornamen eigentlich Rudolf Hans heißt, in der aktuellen Ausgabe des Magazins "Kultur Spiegel".
Erst 1976, als Leiter der ersten Skulptur Projekte, kehrte er ins Münsterland zurück. "So hatte ich einen guten Grund, wieder im Haus meiner Mutter zu wohnen", erinnert sich der prominente Kurator. Sie habe zunächst große Vorbehalte gegenüber seinen Plänen gehabt, so König: "Sie hatte aber so einen Spruch: Man soll seine Kinder nie zu früh totschlagen, man weiß ja nicht, was aus ihnen wird. Auf Münsterländer Platt klingt das charmanter."
Mit den Skulptur Projekten hat sich Münster als Anziehungspunkt für Kunstinteressierte aus aller Welt profiliert. Die Ausstellung im öffentlichen Raum findet alle zehn Jahre parallel zur Documenta statt, zuletzt 2007.

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