11.07.2019

Ruhrkonferenz geht in die nächste Phase

Erste Pläne zeigen Visionen für die Bewältigung des Klimawandels und die Mobilität der Zukunft im Ruhrgebiet. Bis Ende dieser Woche können die Themenforen noch Vorschläge einreichen.

Zuletzt haben dies die Foren „Grüne Infrastruktur“ und „Neue Mobilität“ getan. Der Themenbereich Mobilität hat dabei sechs Vorschläge eingereicht, unter anderem aus dem Schwerpunkt „Mobil in der Stadt“. Darin geht es zum Beispiel um eine verbesserte Nahmobilität, erweiterte Sharing-Angebote sowie intelligente Citylogistik-Konzepte. Sie sollen die Städte im Ruhrgebiet mobiler, klimafreundlicher und attraktiver machen, heißt es beim NRW-Verkehrsministerium. 

Eine Milliarde Euro für den ÖPNV

In der ÖPNV-Initiative gibt es schon ein erstes konkretes Ergebnis: Das Land und 15 Verkehrsunternehmen unterzeichneten zu Wochenbeginn eine Rahmenvereinbarung zur kommunalen Schiene. Das Land fördert die Erneuerung der Stadt- und Straßenbahnnetze demnach mit einer Milliarde Euro bis 2031.

Dachbegrünungen können zu einem verbesserten Stadtklima beitragen. Foto: Johannes Gerstenberg_pixelio.de

Dachbegrünungen können zu einem verbesserten Stadtklima beitragen. Foto: Johannes Gerstenberg_pixelio.de

Das vom Landesumweltministerium betreute Forum „Grüne Infrastruktur“ hat zwei Vorschläge eingereicht. Zum einen ist dies die „Offensive Grüne Infrastruktur 2030“ sowie das Projekt „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“. Ein weiterer fester Baustein parallel zur Ruhrkonferenz ist die Internationale Gartenausstellung 2027, teilt das Ministerium mit.

Umsetzung der Ruhrkonferenz-Projekte ab 2020

Das Vorhaben „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ geht auf einen Vorschlag der Emschergenossenschaft zurück. „Dort soll eine Service-Stelle angesiedelt werden, die eine integrierte, wassersensible Stadtentwicklung koordiniert“, so das Umweltministerium. Darin sollen verschiedene Maßnahmen zur Bewältigung der Folgen des Klimawandels verwirklicht werden. Ziel ist es, hitzebedingte Gesundheitsgefahren abzumildern und Überschwemmungsrisiken zu senken.

Während der Sommerpause des Landtages, die am Freitag beginnt, werden die Projektvorschläge aller 20 Themenforen ausgewertet und in einer Gesamtschau zusammengefasst, teilt eine Sprecherin der Staatskanzlei mit. Daraus wird die Landesregierung das Programm aus Leit- und Einzelprojekten zusammenstellen. Im Herbst berät die Landesregierung im Rahmen der üblichen Beschlussfassung durch das Kabinett über die Maßnahmen. Ab 2020 gehen die ersten Projekte in die Umsetzung.

wsp

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