05.02.2019

Stahlbungalows in Dortmund

„Zum Aufhängen eines Bildes reicht ein Magnet“ – unter diesem Motto widmet sich eine Ausstellung im Dortmunder Hoesch-Museum den Hoesch Fertighäusern aus Stahl.

Der Bungalow vereinte die Möglichkeiten der industriellen Moderne zu Beginn der 1960er-Jahre. Ein modulares Montagesystem, die Verwendung neuer Werkstoffe und Klimatechnologie sowie die zeitgenössische Bungalowarchitektur machen ihn ikonisch. 1963/64 errichtete die Firma Hoesch in Kleinholthausen eine Siedlung mit 261 Wohneinheiten für höhere Konzernangestellte. Neben mehreren Hoch- und Reihenhäusern wurden auch sechs Stahlfertighäuser gebaut. Die weißen Bungalows waren teilunterkellert und mit Garten und Garage versehen. Sie alle stehen noch. Mit der Zeit haben die Eigentümer diese jedoch an ihre Bedürfnisse angepasst: Holzverkleidung, Wintergarten oder ein Satteldach kamen hinzu.

Der Dortmunder Fotograf Philipp Robien hat die Veränderungen und Umbauten dieser Häuser dokumentiert. Bis zum 7. April 2019 sind seine Fotografien im Hoesch-Museum zu sehen. Historische Ansichten, Pläne und Werbebroschüren für die schlüsselfertigen und kostengünstigen Eigenheime aus Stahl ergänzen die Schau.

Die Ausstellung bietet einen Vorgeschmack auf ein kommendes Highlight: Eines der Stahlhäuser aus Hombruch soll und in der Nordstadt originalgetreu wieder aufgebaut werden. Auf dem Gelände neben dem Hoesch-Museum könnte der Stahlbungalow dann als zusätzliche Ausstellungsfläche im nächsten Jahr zur Verfügung stehen. Die Verhandlungen mit den Erben und ThyssenKruppSteel sollen bis Ostern abgeschlossen sein.

http://www.hoeschmuseum.dortmund.de

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