Weil die Werte für Stickstoffdioxid in den meisten Städten weiterhin über dem Grenzwert der EU liegen, fordert das Umweltbundesamt wirksame Katalysatoren für ältere Dieselfahrzeuge. Foto: pixabay
17.06.2019

Stickstoffdioxidwerte immer noch zu hoch

In zehn Städten in Westfalen wurden im vergangenen Jahr zu hohe Stickstoffdioxid-Werte gemessen. Dortmund ist nach einer Auswertung des Umweltbundesamtes die Stadt in der Region mit den höchsten gemessenen Werten.

Dort wurden 51 Mikrogramm des für die Diesel-Fahrverbote relevanten Wertes registriert. Der EU-Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) liegt bei 40 Mikrogramm. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die NO2-Belastung in der Westfalen-Metropole um ein Mikrogramm. Damit zählt Dortmund neben Köln (59 Mikrogramm), Düsseldorf (54) und Düren (54) zu den vier Intensivstädten in NRW, die einen Wert über 50 Mikrogramm hatten. 

Nur Gladbeck hält Grenzwert ein

Ebenfalls gestiegen sind die Werte in Hagen (50 Mikrogramm) und Witten (44 Mikrogramm). An den anderen acht Messstationen in Westfalen gingen die Zahlen zurück oder blieben unverändert. Der deutlichste Rückgang wurde in Bielefeld gemessen. Dort sank der Wert von 47 Mikrogramm in 2017 auf 41 Mikrogramm in 2018. In Westfalen konnte aber nur Gladbeck den Wert innerhalb eines Jahres in den grünen Bereich drücken. 2017 hatte man in der Stadt noch einen Wert von 42 Mikrogramm gemessen.

Die Veröffentlichung der neuen Daten könnte die Diskussion um Dieselfahrverbote in den Innenstädten oder die Umrüstung älterer Fahrzeuge wieder neu anheizen. „Die Luft in den Städten wird besser und der Trend geht in die richtige Richtung. Dennoch sieht man: Die bislang beschlossenen Maßnahmen reichen nicht aus, damit wirklich überall der EU-Grenzwert für NO2 im Jahresmittel zum Schutz der Gesundheit eingehalten wird“, sagte Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes. Sie forderte eine schnelle Nachrüstung älterer Dieselfahrzeuge mit „wirksamen Katalysatoren“.

wsp

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