Der Demobetrieb des vollautomatischen Buses war in Drolshagen ein voller Erfolg. / Foto: Padt
18.03.2019

Vollautomatisierter Bus fährt in Drolshagen

Mobilitätsmodell der Zukunft – am Wochenende (16. und 17. März)  konnten die Bürger in Drolshagen im Kreis Olpe mit einem vollautomatisierten Bus fahren.

Ohne Fahrer pendelte der Kleinbus mit sechs Sitzplätzen und ebenso vielen Stehplätzen auf einer 400 Meter langen Strecke hin und her. Der Demonstrationsbetrieb von SAM (Südwestafalen – Autonom & Mobil) ist Bestandteil einer Machbarkeitsstudie, die der Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS) im Auftrag der beiden Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein beim Berliner Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel in Auftrag gegeben hat.

„Das Fahrzeug hat sich bewährt. Die Fahrgäste waren begeistert. Jede Fahrt war ausgebucht“, sagte Günter Padt, Geschäftsführer des ZWS, im Gespräch mit westfalenspiegel.de. Nun soll das Projekt weiter vorangetrieben werden. Ende März werden die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorgestellt. Möglicherweise werden danach zwei Strecken weiter erprobt. Eine in Drolshagen und eine Lennestadt. Diese sollen dann zwischen 1,5 und zwei Kilometer lang sein und im normalen Straßenraum liegen. Beim Demonstrationsbetrieb wurde auf abgesperrten Straßen gefahren.

Angebot für Menschen in ländlichen Regionen

Vollautomatische Busse könnten eine Lösung für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in ländlichen Regionen werden. Vor allem in kleinen Ortschaften, die vom ÖPNV nicht mehr angesteuert werden, könnten diese Fahrzeuge Menschen zu den Haltestellen der Buslinien bringen. Die Anforderung entsprechender Fahrgelegenheiten soll über eine App erfolgen. Allerdings müssen die Menschen in der Region noch etwas Geduld aufbringen: Bis alle Hürden überwunden sind und die ersten vollautomatischen Busse ihren Dienst aufnehmen können, werden sicher noch mehr als zehn Jahre vergehen, glaubt Padt.

wsp

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