NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst zu Gast beim Verkehrsverband Westfalen. Foto: Schaper
05.02.2019

Mehr Tempo für die Wasserstraßen

Die Potenziale der Häfen und Kanäle in Westfalen sollen besser genutzt werden. „Ziel der Landesregierung ist es, dass mehr Güter aufs Schiff verlagert werden. Deshalb müssen wir die Leistungsfähigkeit der Wasserstraßen verbessern“, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst beim Verkehrsverband Westfalen.

Im Mittelpunkt des Termins in Dortmund stand die aktuelle Studie „Hafenkonzept Verkehrsverband Westfalen“. Sie macht Vorschläge, wie Kanäle und Häfen in Westfalen und dem Ruhrgebiet weiterentwickelt werden können. Dazu zählt, die Erreichbarkeit von Häfen zu verbessern, in dem Zufahrtswege saniert werden, konkret durch die Instandsetzung von Brücken. Umschlagstellen für Großraum und Schwergut entlang des Kanalnetzes sollen kurze Wege ermöglichen und so dazu beitragen, die Industriestandorte Südwestfalens zu sichern.

Weiteres wichtiges Thema ist die Digitalisierung. Helfen soll dabei ein spezieller Ansprechpartner für dieses Thema, der den Ausbau der digitalen Infrastruktur mit dem Mobilfunkstandard 5G in Binnenhäfen und entlang der Wasserstraße unterstützt.

„Logistikregion aus der Champions League“

Stefan Schreiber, Vorstandsmitglied des Verkehrsverbandes Westfalen und Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund, lobte, dass die Erneuerungs- und Ausbauwelle der Verkehrswege deutlich spürbar sei. Neue Wege seien notwendig, um das Verkehrswachstum der nächsten Jahre bewältigen zu können. „Eine Logistikregion aus der Champions League wie das westfälische Ruhrgebiet braucht auch eine Infrastruktur der Championsklasse“, so Schreiber. Unter anderem kritisierte er, dass der Dortmunder Hafen 2019 und 2020 monatelang von der Außenwelt abgeschnitten werde.

wsp

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