Eva Koťátková, The Machine for Restoring Empathy, 2021, im LWL-Museum für Kunst und Kultur. Foto: LWL/Hanna Neander
24.11.2021

„Nimmersatt?“

Wachstum ist das Mantra unserer Zeit. Doch unsere Ressourcen sind begrenzt. Ob und wie sich eine Gesellschaft ohne Wachstum denken lässt, ist Thema einer außergewöhnlichen Ausstellung in Münster. 

Unter dem Titel „Nimmersatt? Gesellschaft ohne Wachstum denken“ beschäftigen sich 25 internationale Künstlerinnen und Künstler mit aktuellen Krisen, zunehmenden sozialen Ungleichheiten, Klimaveränderungen und Kriegen. In ihren Arbeiten machen sie Missstände sichtbar und entwickeln Visionen und Modelle für eine Zukunft ohne Wachstum. „Das Thema ist nicht neu, aber hochrelevant und kommt so kurz vor Weihnachten, dem Fest des Konsums, genau zum richtigen Zeitpunkt“, sagt Matthias Löb, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). 

Haben die Ausstellung "Nimmersatt? Gesellschaft ohne Wachstum denken" der Presse vorgestellt: 1. Reihe Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold, 2. Reihe v. l. die Kulturdezernentin der Stadt Münster, Cornelia Wilkens, LWL-Direktor Matthias Löb, LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, 3. Reihe v. l. die Kuratorinnen Dr. Marianne Wagner (LWL-Museum für und Kultur), Merle Radtke (Kunsthalle Münster), Kristina Scepanski (Westfälischer Kunstverein) und der Vorsitzende des Westfälischen Kunstvereins, Tobias Viehoff. Foto: LWL/Hanna Neander

Stellten die Ausstellung vor: 1. Reihe Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold, 2. Reihe v. l. die Kulturdezernentin der Stadt Münster, Cornelia Wilkens, LWL-Direktor Matthias Löb, LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, 3. Reihe v. l. die Kuratorinnen Dr. Marianne Wagner (LWL-Museum für und Kultur), Merle Radtke (Kunsthalle Münster), Kristina Scepanski (Westfälischer Kunstverein) und der Vorsitzende des Westfälischen Kunstvereins, Tobias Viehoff. Foto: LWL/Hanna Neander

Die Ausstellung in Münster ist die erste Kooperation des LWL-Museums für Kunst und Kultur, des Westfälischen Kunstvereins und der Kunsthalle Münster und an allen drei Orten zu sehen. Gezeigt werden Videoinstallationen, Zeichnungen, Fotografien und Skulpturen sowie Arbeiten im öffentlichen Raum. Die Kunstwerke sollen provozieren, Impulse und Anstöße geben, bestehende Denkmuster zu verlassen und Zukunft neu zu denken, so die Kuratorinnen Merle Radtke (Kunsthalle Münster), Kristina Scepanski (Westfälischer Kunstverein) und Marianne Wagner (LWL-Museum für Kunst und Kultur).

Raumgreifende Installation

Allzu kopflastig geht es dabei aber nicht zu, die Schau bietet viel für die Sinne. So thematisiert der beninische Künstler Georges Adéagbo in einer raumgreifenden Installation Hoheitsansprüche und Hierarchien, die französische Künstlerin Anita Molinero legt mit ihren Skulpturen aus Plastikmüll den Fokus auf unseren Umgang mit Rohstoffen aller Art. Und zum Mitdiskutieren wurde eigens eine hölzerne Arena errichtet. Bis 27. Februar ist die sehenswerte Ausstellung in Münster zu sehen. Das umfangreiche Begleitprogramm bietet mit Führungen, Filmen und Gesprächsreihen viel Raum für Diskussionen und Austausch. Zur Eröffnung am Freitag, 26.11., 16-20 Uhr, gibt es an allen drei Ausstellungsorten Künstlergespräche.

slu/wsp

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