Die Arbeitslosenzahlen sinken weiter. Foto: Bröker/wsp
31.05.2022

Weniger Arbeitslose in Westfalen

Der positive Trend am Arbeitsmarkt hält an. Ende Mai waren in Westfalen 273.359 Menschen ohne Job, knapp 2600 weniger als vor einem Monat.

Damit liegt die Arbeitslosenquote nun bei 6,0 Prozent (Vormonat: 6,1 Prozent). Im Mai 2021 lag die Arbeitslosenquote noch bei 6,9 Prozent. Damals waren 314.237 Menschen arbeitslos, zeigt eine Auswertung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit für den WESTFALENSPIEGEL.

„Im Mai ist die Zahl der in NRW arbeitslos gemeldeten Menschen wie für den Monat üblich gesunken“, sagte Torsten Withake, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. „Der Arbeitsmarkt hat sich in diesem Jahr bislang saisonüblich entwickelt – vom leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar und Februar, dann der Schub für die Beschäftigung durch die Frühjahresbelebung im März und den dadurch in den vergangenen Monaten sinkenden Arbeitslosenzahlen.“

Jobcenter übernehmen Betreuung ukrainischer Flüchtlinge

Die niedrigste Arbeitslosenquote der Teilregionen hat weiterhin das Münsterland mit 3,6 Prozent. Die Quote blieb auf dem Niveau des Vormonats. Der Kreis Coesfeld hat mit 2,5 Prozent die niedrigste Quote aller Kreise in Westfalen, es folgt Borken mit 3,1. Auch in Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen gingen die Arbeitslosenzahlen leicht zurück, was aber keinen Einfluss auf die Quote hatte. Sie blieb in Südwestfalen bei 4,7 Prozent und in Ostwestfalen-Lippe bei 4,9 Prozent. Im Ruhrgebiet waren im Mai 223.467 Menschen ohne Job, rund 2100 weniger als einen Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote sank hier um 0,1 Punkte auf 9,1 Prozent. Gelsenkirchen bleibt die Stadt mit der höchsten Arbeitslosenquote der Region (13,4). Auch in Hagen, Dortmund und Herne liegt die Quote noch über 10 Prozent.

Auf die Jobcenter der Region kommt vom 1. Juni an eine neue Aufgabe zu: Sie übernehmen die Betreuung der vor dem russischen Angriffskrieg nach Deutschland geflohenen Ukrainerinnen und Ukrainer. „Für die Menschen, aber auch für uns als Gesellschaft, ist das eine gute Lösung“, sagte Withake. „Die Menschen erhalten bei den Jobcentern alle Leistungen aus einer Hand: Das erspart den Geflüchteten doppelte Wege, vereinfacht aber zugleich auch die Unterstützung der Menschen erheblich.“ Die Jobcenter hätten sich in den vergangenen Wochen intensiv auf diese zusätzliche Herausforderung vorbereitet, so Withake weiter.

jüb, wsp

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