05.07.2013

Die Ausstellung „Regen, Schnee & Hagel“ zeigt zahlreiche Facetten des Wetters

Waltrop (wh). Auf den ersten Blick sieht die Kanone aus wie ein altes Kriegsgeschütz. Aus dem großen Trichter kamen aber keine Kugeln, sondern Schwarzpulver und Druckluft. Und der Feind lauerte auch nicht im Schützengraben, sondern in den Gewitterwolken am Himmel. Die historische Hagelkanone gehört zur Ausstellung "Regen, Schnee & Hagel. Vom Wetterbericht bis zum Klimawandel", die jetzt im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg eröffnet wurde.

"Das Thema ist so vielseitig wie spannend und betrifft jeden auf unterschiedliche Weise. Wir haben versucht, besonders interessante Facetten herauszugreifen und auch ganz aktuelle Entwicklungen mit einzubeziehen", erklärt LWL-Museumsleiter Dr. Arnulf Siebeneicker.

Das Spektrum der Ausstellungsstücke reicht vom größten Hagelkorn bis zur kleinsten Schneekugel der Welt, vom Wolkenatlas bis zum Wetterhäuschen und vom Damen-Gummistiefel aus den 1960er Jahren bis zum Regenschirm von Bundestagspräsident Norbert Lammert. Am weitesten gereist ist ein Holztablett, mit dem der amerikanische "Schneeflockenmann" und Pionier Wilson Bentley die filigranen Objekte für seine Forschungen und Fotografien auffing. Auf einem Bildschirm flimmern zudem Ausschnitte von Wettervorhersagen aus den Anfängen des Fernsehens. Dortmunder Hochwasseropfer steuerten beschädigten Hausrat bei und berichten an Hörstationen über die Folgen des Jahrhundertregens vom 26. Juli 2008. Im Bereich "Klimawandel" kann jeder über einen Touchscreen seine persönliche CO2-Bilanz ziehen.

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