29.11.2022

Energiekrise führt zu Einstellungsstopp

Wegen der Energiekrise sieht sich das Rektorat der Ruhr-Universtität Bochum zu Sparmaßnahmen gezwungen. Unter anderem ist ein Einstellungsstopp geplant.

In der Verwaltung und in den Zentralen Betriebseinheiten wie Botanischer Garten oder Universitätsbibliothek sollen in den kommenden sechs Monaten keine Einstellungen mehr erfolgen. Zudem soll die Verlängerung oder Entfristung von Zeitverträgen kritisch geprüft werden. Auch Stellen, bei denen die bisherigen Mitarbeiter altersbedingt in den Ruhestand gehen, sollen temporär nicht nachbesetzt werden, heißt es in einer Mitteilung der Ruhr-Universiität.

Insgesamt könnten bis zu 250 Stellen durch die Maßnahme nicht mehr nachbesetzt werden, heißt es weiter. Das Einsparpotenzial beziffert das Rektorat auf rund sieben Millionen Euro, das würde den Mehrkosten entsprechen, die an der Ruhr-Univeristät durch die gestiegen Energiepreise 2022 angefallen sind. Im Forschungsbereich sollen jedoch keine Stellen eingespart werden, heißt es weiter.

Energiekrise trifft Hochschule mit voller Wucht

Die Folgen der Energiekrise träfen die Ruhr-Universität in diesem und im nächsten Jahr mit voller Wucht und führten zu erheblichen finanziellen Aufwendungen, teilt die Universität mit. „Seit Anfang November kennen wir die Rahmenbedingungen der Strom- und Gaspreisbremse des Bundes und die des NRW-Nachtragshaushalts für das Jahr 2022. Wir müssen momentan davon ausgehen, dass wir die massiven Mehrkosten für Strom und Gas nur zu einem geringen Anteil kompensiert bekommen. Hier bräuchten wir deutlich mehr Unterstützung vom Bund und vom Land“, sagt Kanzlerin Dr. Christina Reinhardt. Für 2023 rechnet die Hochschule sogar mit Mehrkosten im zweistelligen Millionenbereich.

wsp

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